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Stellungnahme zum Vorschlag der Berliner Polizei, das Regierungsviertel für Inline-Skater zu öffnen
Pressemitteilung vom 09.09.2001 - Autor: Stephan Imm
Die berlinparade begrüßt den Vorschlag der Berliner Polizei, die Straßen im Regierungsviertel in der verkehrsarmen Zeit für Inline-Skater zu öffnen. In der Berliner Zeitung vom 8. September 2001 ist zu lesen, dass die Verkehrsverwaltung Bedenken gegen diesen Vorschlag habe. Im Regierungsviertel herrschten besondere Sicherheitsvorkehrungen. Zudem müsse mit dem Bund verhandelt werden. Vielleicht tröstet es die Polizei, dass ich am 28. Juni 2001 in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung den gleichen Vorschlag gemacht habe und nur Kopfschütteln geerntet habe. Der Vorstoß der Polizei ist ein Schritt in die richtige Richtung und er beweist, dass Skaterdemonstrationen wichtig sind. Ohne die geballten Skater-Demonstrationen hätte die Polizei niemals einen solchen Vorschlag gemacht. Die Berliner Behörden beginnen, sich zu bewegen - und das ist gut so!
Die berlinparade widerspricht der Behauptung, dass durch Skaterdemonstrationen punktuell der Straßenverkehr zusammenbricht. Diese Behauptung ist soweit es die berlinparade betrifft, nicht richtig, bzw. weit übertrieben. Die berlinparade trifft sich auf einem Parkplatz und demonstriert relativ zügig. Die Zwischenkundgebungen werden auf Plätzen abgehalten, wobei die Straße vollständig geräumt wird und wieder dem Autoverkehr zur Verfügung steht. Autofahrer warten an Kreuzungen regelmäßig nicht länger als 5 Minuten bis der Zug vorbeigezogen ist. Die ständig wechselnden Strecken sorgen dafür, dass die Behinderungen sich über die Stadt verteilen und auch immer andere Autofahrer treffen. Im Rahmen des Versammlungsrechts sind diese geringfügigen Behinderungen hinnehmbar.
Für den punktuellen Zusammenbruch des Verkehrs sorgt indessen die Polizei neuerdings selbst. Im Kampf gegen Skaterdemonstrationen wird die Aufzugsgeschwindigkeit seit der Demonstration vom 2. September 2001 auf 10 km/h und weniger (5 km/h) begrenzt. Die Demonstration dauert statt 2 Stunden und weniger nunmehr mehr als 3 1/2 Stunden. Autofahrer müssen an Kreuzungen länger warten und dem Zug hinterherschleichen. Für diese Behinderungen ist die berlinparade nicht verantwortlich, da sie von den Behörden selbst provoziert werden.
Für das kommende Wochenende wurde eine neue berlinparade-Demonstration angemeldet.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der berlinparade unter www.berlinparade.com
Stephan Imm
- Veranstalter der berlinparade -
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