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Die Berlinparade im Jahr 2005Aug. 2008 - Von Lutz Matscholl / Kerstin Schmitt Anlässlich
der im September 2005 stattfindenden Bundestagswahl fragt die
Berlinparade bei den großen Parteien an, wie diese zu unseren
bundespolitischen Forderungen für die
Inline-Skate-Verkehrspolitik stehen. Unsere öffentliche Anfrage
ist an die Bundesgeschäftsstellen von Bündnis90/Die Grünen,
CDU, FDP, PDS und SPD geschickt worden. Sie wurde der Presse
mitgeteilt sowie auf den Internetseiten der Berlinparade
veröffentlicht. 2005 rollt die Berlinparade zu den
Bundesparteizentralen, um dort ihre unsere Forderungen
zu übergeben und den Politikern Fragen zu stellen. Die Berlinparade ist die bundesweit einzige Inline-Skater-Demonstration, die sich seit fünf Jahren nachhaltig für Verbesserungen der Inline-Skater-Situation inner- und außerhalb des Straßenverkehrs einsetzt. Kernpunkt ist eine bessere rechtliche Stellung der Skater in der Straßenverkehrsordnung. Denn Inline-Skates dienen nicht nur dem sportlichen Freizeitvergnügen, sondern sind auch ein ökologisch wertvolles Verkehrsmittel. 2005 gab es leider keine Oster-Parade. Zum Einen war das Wetter noch so
saukalt und nassschlecht, dass wir uns nicht getraut haben.
Berlinparade vom 24. Juni 2005: Auch wenn sich der Himmel am Abend zuzog, das Regenradar ringsum Berlin Niederschlag anzeigte, der Himmel hatte mit uns Skatern einmal mehr ein Einsehen und ließ unsere Rollen trocken rollen. Der Weg bei dieser Parade: Die Torstraße in Mitte, das Regierungsviertel und der neue Hauptbahnhof, Moabit, Siegessäule, die Straße des 17. Juni, Potsdamer Platz und Kurfürstendamm, Charlottenburg, Schöneberg und durch Kreuzberg zurück zum Roten Rathaus in Mitte.
Später auf der Strecke an der Ecke Torstraße/Friedrichstraße halten wir den Zug an. Alles spricht dafür, dass es in Kürze einen heftigen Regenguss geben wird. Wir beraten uns kurz mit der Einsatzleitung der Polizei. Die Frage an die Teilnehmer: "Wollt ihr wirklich weiterfahren?" wird natürlich mit einem lauten kräftigen "JA" beantwortet. Aber trotzdem entscheiden wir uns, die Strecke abzukürzen und auf dem schnellsten Weg zum Roten Rathaus zurück zu rollen. Wir hoffen dort noch im trockenen anzukommen. Kommando: Links rum und zurück. Geschafft! Trocken zurück. Mission erfüllt! U Zunächst übergab Stephan Imm Herrn Löning noch einmal offiziell unseren Fragenkatalog. Stephan Imm wies in seiner Rede auf die Benachteiligung der Inline-Skater hin. Er führte aus, dass Inline-Skater immer noch gezwungen werden, auf dem Gehweg zu fahren und beklagte, dass er nicht genug Flächen in der Stadt zum Skaten gebe. Schließlich schlug er vor, in der verkehrsarmen Zeit, z.B. abends und am Wochenende das Regierungsviertel für Inline-Skater freizugeben.
Berlinparade vom 02. September 05: Unter dem Motto "Berlinparade rollt zu den großen Bundesparteien" war heute als dritte die SPD an der Reihe. Es ging zum Willy Brandt Haus, der Parteizentrale der SPD in die Stresemannstraße. Nach ca. 20 Minuten waren wir dort. Im Foyer war Platz für alle. Das Wahl-Café war noch auf. Aber wir wandten uns erstmal unserer offiziellen Mission zu. Wir hatten einen Brief im Gepäck. Petra Merkel, Direktkandidatin im Wahlkreis 81 Charlottenburg/Wilmersdorf, Platz 2 der Landesliste, Ahmet Iyidirli Direktkandidat Friedrichshain/Kreuzberg, Platz 8 der Landesliste, und Uta-Maritta Biermann SPD-Parteivorstand, Referentin für Umwelt- Energie und Verbraucherpolitik empfangen uns. Herr Markus H. Kringel, auch SPD-Parteivorstand, zuständig für Koordination Sportpolitik, konnte leider nicht anwesend sein, er steht uns aber als Ansprechpartner der SPD in Sachen Inline-Skaten zur Verfügung. Zunächst
erläutert wieder Stephan Imm die Probleme der Inlineskater im
Straßenverkehr und beklagt die mangelnden Möglichkeiten
zum Skaten in Berlin. Mit dem Hinweis, dass es in anderen
europäischen Ländern besser geht, übergibt er den
großen Brief mit unseren Forderungen. Dann erhalten Petra
Merkel, und Ahmet Iyidirli das Wort und sagen uns, dass sie sich
bemühen wollen es besser zu machen. Dann wird noch ein
Gruppenfoto gemacht und die Skater bedanken sich mit einer laut
schallenden La-Ola-Welle. Unter dem Motto "Berlinparade rollt zu den großen
Bundesparteien" waren am 9. September 05 die
Grünen an der Reihe. Knapp eine Woche vor der Wahl geht es zur
Bundesparteizentrale, der Bündnis90 Die Grünen vor
dem Neuen Tor. Das Wetter ist sehr gut. Leider kommen nur etwa
300-400 Skater. Nach ca. 20 Minuten waren wir dort. Vor dem Haus ist
Kopfsteinpflaster, doch dadurch lassen wir uns nicht
abschrecken. Nur als dann von "Erfolgen" bei den Ostsee-Deichen und den
neuen Wegen an der Oder die Rede ist, legt Lutz nach und weist darauf
hin, dass der Fläming-Skate zwar direkt vor der Haustür der
Berliner sei, jedoch immer mindestens eine Stunde Anfahrweg
erfordert. Zu lange, um nach Feierabend 'mal schnell' eine Runde
Ausgleichssport zu betreiben. Benötigt werden Skatemöglichkeiten
nahe den Wohnquartieren. Hier ist nun die schriftliche
Antwort der Grünen
nachzulesen oder als WORD-Dokument
zum herunterladen.
Am 7. Oktober 2005 war unsere letzte "Skatenight" in diesem Jahr. Bereits beim Start der Berlinparade ist es jetzt Anfang Oktober bereits dunkel. Was aber viele Skater nicht davon abhält mit Blinkies und Leuchtrollen ausgestattet für mehr Rechte der Skater - auch nachts - zu demonstrieren. Berlinparade vom 23. Oktober 2005: Wir haben uns sonntags verabredet, um 15 Uhr ist es noch hell und warm. Außerdem sollen auch andere die Möglichkeit bekommen bei uns mitzurollen, die spät abends nicht kommen können. Am Sportforum machen wir Pause und es gibt unsere Informationen. Im Prenzlauer Berg schüttet es dann vom Himmel wie aus Eimern gegossen. Am Roten Rathaus angekommen ist keine Faser mehr trocken. In den Stiefeln schwappt das Wasser. Es trieft und tropft... So schnell war noch keine Berlinparade zu Ende. Berlinparade vom 30. Oktober 2005: Die letzte reguläre Berlinparade des Jahres war ganz prima. Das tolle Wetter lud wieder viele Teilnehmer ein, die durch eine dufte Stimmung und einen grandiosen Sonnenuntergang belohnt wurden. Die Strecke war leider Baustellen bedingt mit ca. 24 km etwas kürzer als geplant. Und es war Halloween-Sonntag! Einige Skater und Skaterinnen standen mit ihren fantasievollen Verkleidungen im Mittelpunkt unserer Demo und waren gern "Opfer" unserer Berlinparade-Fotografen.
Nikolaus-Berlinparade vom 27. November 2005: Skaten im vorweihnachtlichen Kerzenschein - welche Stadt außer Berlin kann das bieten? Cool mit kühlem Kopf rollten über einhundert Skater und Skaterinnen, darunter viele Weihnachtsmänner und einige Nikoläusinnen, die geschmückten Plätze und Einkaufstraßen Berlins ab und gaben ihren Wunschzettel ab: "Mehr Rechte für Skater!"
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